
Selbstliebe als Grundlage für ein erfülltes Leben

Selbstliebe als Grundlage für ein erfülltes Leben
Nur wenn wir gut mit uns selbst umgehen, können wir auch anderen ehrlich begegnen. Sie hilft uns, Grenzen zu setzen und unsere eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ohne Selbstliebe machen wir unser Glück oft von aussen abhängig. Viele verbinden mit Selbstliebe ein ichbezogenes Denken und Handeln, das bewusst einen Nachteil für Andere in Kauf nimmt. Doch sich selbst lieben und annehmen können ist kein Egoismus – es ist die Basis für echtes Wohlbefinden.
Ein ambivalentes Verhältnis zur Selbstliebe basiert nicht selten auf der Verwechslung mit Egoismus. Egoismus wird in der Regel abwertend als rücksichtsloses Verhalten bezeichnet, bei dem Menschen ausschliesslich persönliche Interessen verfolgen, ohne dabei auf die Belange anderer Rücksicht zu nehmen oder dabei sogar zu deren Lasten zu agieren. Dabei steht bei egoistischem Verhalten zwar ein Handeln zum eigenen Vorteil im Vordergrund, dieses muss jedoch nicht zwangsläufig zum Nachteil anderer sein. Letztlich kann jedes menschliche Verhalten – sogar jenes, das auf das Wohlergehen anderer Menschen abzielt (Altruismus) – im Kern als egoistisch eingestuft werden, da jedes bewusste Tun einen Eigennutz – so auch das gute Gefühl, anderen geholfen zu haben – in sich trägt.
Im Vergleich dazu beschreibt Selbstliebe die Fähigkeit, die eigene Person mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen – nicht zu verwechseln mit Selbstverliebtheit (Narzissmus), bei der ein überhöhtes Selbstbild alle Schwächen negiert und auf permanente Bestätigung und Bewunderung angewiesen ist. Selbstliebe bedeutet nicht zwingend, sich so zu lieben, wie man ist, ohne sich verändern zu wollen. Ebenso wenig meint es, makellos zu sein oder alles an sich zu mögen. Sich selbst lieben heisst, sich seines eigenen Wertes bewusst zu sein und liebevoll mit sich umzugehen. Dies ist meist ein Entwicklungsprozess.
Dabei ist die Liebe zu sich selbst untrennbar mit der Liebe zu anderen Individuen verbunden. Liebe und Verständnis für das eigene Ich können kaum von Respekt und Liebe für andere getrennt werden. Demzufolge können wir andere nur lieben, wenn wir uns selbst lieben. Wenn wir hingegen Schwierigkeiten haben, andere (n) zu lieben (vertrauen), dann ist davon auszugehen, dass wir ein Problem damit haben, uns selbst zu lieben (vertrauen), wertschätzend mit uns und unseren Bedürfnissen umzugehen, unsere Stärken anzuerkennen und Errungenschaften zu würdigen und uns Unzulänglichkeiten und Fehler zu verzeihen. Und da die Welt um uns herum eine Projektion dessen ist, was wir in uns tragen, kann ein Mangel an Selbstliebe dafür sorgen, dass wir in jeder Person oder Situation etwas finden, das wir nicht mögen. Wir fühlen uns innerlich schlecht und projizieren dies unbewusst auf unsere Umwelt. Durch diese Sichtweise entsteht Unzufriedenheit, die mal mehr und mal weniger belastend wirkt.
Eine solch negative Perspektive entsteht in der Regel bereits in einer sehr frühen Phase des Lebens. Ein erfahrener Mangel an Zuneigung und Wertschätzung von Seiten der Bezugspersonen über einen längeren Zeitraum hinweg kann Kinder glauben lassen, nicht liebenswert, ungenügend, falsch oder wertlos zu sein. In der Folge können Beschaffungsstrategien (z. B. Liebe gegen Leistung) und Vermeidungsstrategien (z. B. Partnerlosigkeit) entwickelt werden, die vor erneuten Verletzungen bewahren sollen, das eigentliche Problem in der Tiefe jedoch nicht auflösen. Dies ändern zu wollen heisst, sich mit der Verletzung auf der Identitätsebene auseinanderzusetzen und negative Glaubenssätze zu transformieren.
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